Dipl.-Ing. E. Schöbel
Vorgehensweise
Die Unfallstelle wird mit einer Drohne überflogen und Lichtbilder nach einem bestimmten Schema gefertigt. Aus den Lichtbildern wird ein 3D-Modell von der Unfallstelle erzeugt. Zusätzlich kann die Unfallstelle mit einem Tachymeter vermessen werden. Je nach Aufgabenstellung wird später mit dem 3D-Modell oder mit einem ebenen Modell mit hinterlegten Luftbild (erstellt aus dem 3D-Modell) in den Simulationen weitergearbeitet. Die Unfallspuren auf den Lichtbildern werden über Fotogrammetrie in das 3D-Modell/ebene Modell eingebettet. Mit noch fahrbaren Unfallfahrzeugen werden fahrdynamische Messungen durchgeführt. Zur Dokumentation stehen hochwertige Data-Recordingsysteme zur Verfügung. Die Ergebnisse aus den Fahrversuchen fließen dann in die Rekonstruktion mit ein.
Rekonstruktion
Die Rekonstruktion der Unfälle wird mit zum Teil selbst entwickelten Programmen durchgeführt. Nach der ausführlichen Analyse sind die Kollisions- und Ausgangsgeschwindigkeiten bekannt. Die Visualisierung der oft komplexen Weg-Zeit-Zusammenhänge kann u.a. durch Animation der Simulationsergebnisse erfolgen.